Diese Seite hier musste angelegt werden, falls man z.B. übers Handy zu den Bandmitgliedern navigieren will. Und wenn man schon mal hier ist, kann man auch mal eine Geschichte erzählen, denn Metabolic gibt es länger als erst seit 2013. Fangen wir an!

Das ganze Disaster startete 2005, als Brian und Andy – damals noch zarte 13 Jahre alt – auf die selten dämliche Idee kamen eine Band zu gründen. Beide besuchten zu diesem Zeitpunkt gemeinsam die Mittelschule Bischofswerda und waren Klassenkameraden. Nachdem sie beide nun die gesamte Klasse mit ihrer Idee genervt hatten, bildeten beide mit Toni die erste Band namens BTA (= Brian Toni Andy). Das von Toni bediente YAMAHA-Keyboard musste als Bassersatz herhalten. Am 5. April 2006 kam es dann endlich mal zur ersten Probe im Kohlenschuppen von Brians Eltern. Ein historischer Moment!

Um überhaupt erstmal musikalisches Know-How entwickeln zu können, wurde sich an Hits von Bands wie The Ramones, AC/DC, Die Toten Hosen, Deep Purple usw. gewagt – mit mehr oder minder gutem Ergebnis. Der erste Auftritt erfolgte dann zum Tag der offenen Tür an der Mittelschule und als Band wurde man fester Programmpunkt zu eben diesem Event.

Ab diesem Zeitpunkt ging es schleppend voran. Ständige Proberaumwechsel, Familienfeste, auf denen man spielen sollte und für die man sich extra weitere Coversongs einprügeln musste, ließen kaum Zeit zum Schreiben und Proben eigener Songs. Irgendwann im Jahr 2008 oder 2009 (genau wissen wir es nicht mehr so ganz) entstanden dann doch noch zwei mehr oder weniger brauchbare Songs – „Metalheads“ und „Die letzte Runde“.

2009 – Schulabschluss. Alle waren verstreut, doch die Band blieb bestehen. Toni und Andy besuchten ab da das BSZ für Wirtschaft und Technik in Bautzen und lernten dort u.A. Bill kennen. Er selbst suchte auch nach einer Band und wurde prompt eingeladen mal vorbei zu kommen. Wenig später verlor Toni die Lust und verließ uns. Bill wurde festes Mitglied und brachte gleich neue Ideen mit ein. Zum einen wagten wir uns an etwas härteres Material, z.B. Metallica oder System of a Down und fingen auch nun endlich an, eigene Songs in Richtung Metal zu schreiben. Jedoch musste dafür ein neuer Name her – ALYRIUM. Zündende Idee von Bill, der auch das Logo dafür entwarf. Mit diesem Line-Up kamen dann auch die ersten „richtigen“ Auftritte hinzu,  z.B. „Rock im Rathaus“ und „Car & Fun“ 2010 in Bischofswerda.

Ein Jahr später fanden wir endlich zu einem zweiten, bis dahin sehnlichst gesuchten Gitarristen: der Meltke. Nach kurzem hin- und herschreiben und geforderten Songs betrat er erstmals den Proberaum mit dem viel sagenden Ausdruck „ÖH“. Damit wussten wir: der Junge gehört zu uns! Mit ihm zusammen wurden dann weitere Songs geprobt und Gigs zu den Schiebocker Tagen in Bischofswerda und „Bautzen liebt bunt“ 2011 gespielt. Das waren aber leider unsere einzigen „großen“ Gigs in der Zeit, denn die Familie wünschte sich zu jedem festlichen Ereignis einen Auftritt von uns.

2013: Nachdem nun 2 Jahre lang nicht viel passierte, setzten wir einen Schlussstrich. Keine Familienfeiern mehr! Zu der letzen, an der wir das manifestierten, verkündete Bill seinen Ausstieg und wir standen ohne Bassisten da. Gleichzeitig gab Andy den posten als Sänger ab (wer ihn damals singen hörte, wird sich darüber auch sicherlich gefreut haben). Nach langem Versauern im Proberaum und einem glücklichen Zufall trafen wir dank einer Kleinanzeige bei Thomann auf Floyd, der bei uns als Sänger einsteigen wollte. Zu dem Zeitpunkt war er noch erfolgreich als Sänger und Gitarrist mit NEVERTRUST unterwegs. Als er dann bei uns saß und sich unsere Songs anhörte, meinte er nur „joar, find ich dufte. Würde meinem Bassisten bestimmt auch gefallen“. Den hat er dann einfach mitgeschleppt, und da sie bis heute nicht weggerannt sind, haben sie keine andere Wahl mehr. Nevertrust löste sich kurze Zeit später auf, nachdem dies intern schon länger drohte. Somit konnte sich auf die neu formierte Band endgültig konzentriert werden.

Um einen kleinen Neustart zu legen, sowohl als Line-Up als auch des Genre wegen, wollten wir einen neuen Namen – METABOLIC. Bill gestaltete wieder einmal das Logo, dass noch von Sani nachbearbeitet wurde (vielen Dank dafür!). Nun konnte auch Andy endlich mehr Songideen einbringen und das erste Set wurde mühselig zusammengestellt und geprobt. Die Premiere erfolgte am 28. September im Schollheim in Sebnitz – und wir sind angekommen! Als Publikumssieger des Bandcontests (1. Platz war ein Slot für’s Wonnemond Festival, wir wurden zweiter!) sind wir erleichtert heimgefahren und wussten: so und nicht anders! Gefestigt haben wir uns mit der Zeit und spielten Gigs mit fantastischer Atmosphäre und kochendem Publikum und teilten die Bühne mit Bands wie Starless Aeon, Macbeth, Blindgänger, Bitchhammer, Andabata, Korpus und Endstille. Zu solchen Gelegenheiten kamen wir dank den 8 Jahren Bandgeschichte, die Floyd bei Nevertrust zu dem Zeitpunkt hinter sich hatte und ihm somit einen lange Kontaktliste an Veranstaltern bescherte.

2014 – jetzt erst recht! Sehr oft wurden wir auf Tonmaterial angesprochen und im März ging es dann endlich los. Im Proberaum starteten wir die Aufnahmen für unsere Debutscheibe. Auch an Merchandise haben wir gedacht und starteten mit Buttons in 3 verschiedenen Designs sowie T-Shirts und Pullover auf Vorbestellung.

Am 30.5.2015 war es dann endlich soweit: ERASER, unser Debutalbum wurde im Kamenzer Safe Club unter die Leute gebracht. Seitdem bekam es auf diversen Onlinemagazinen auch sehr positive Bewertungen. Mittlerweile beherbergt unser Merchandise nicht nur Buttons, sondern auch T-Shirts, Pullover, Aufkleber und Patches.

Mit unserem Album im Gepäck bereisten wir viele Orte und spielten viele Gigs. Wir sammelten Erfahrung, schrieben weiter Songs, fuhren etliche Kilometer und hatten bisher einfach eine wunderbare Zeit. Was hier wie ein Abschiedszeugnis formuliert klingt, soll eher nur Sentimentalität hervorrufen und darauf vorbereiten, dass große Dinge kommen werden. 2017 wird ein ruhiges Jahr für uns, was die Auftritte angeht, aber das heißt nicht, dass wir im Proberaum nur kästenweise Bier leeren. Man darf gespannt sein, was dieses Jahr mit sich bringen wird!

Als der vorhergehende Absatz verfasst wurde, war eigentlich die Aufnahme einer zweiten CD geplant, doch dann kam es anders als erwartet. Brian eröffnete uns, die Band aus privaten Gründen zu verlassen und noch die Auftritte mitzuspielen, bis wir Ersatz gefunden haben. Soweit so unschön, war das Ganze für uns planbar. Jedoch kam der nächste Schock kurz danach: Floyd stieg aus der Band aus, der Grund waren persönliche Unstimmigkeiten mit der Band. Dementsprechend mies war die Laune in der Band. Nur noch Gitarristen übrig – tolle Sache! Aber wir haben nicht aufgegeben, nein, wir haben Annoncen en gros verfasst, Flyer verteilt und Facebookgruppen infiltriert, nur um am Ende über Vitamin B(eziehung) an Mitmusiker ohne Gleichen zu kommen. Es stellt sich nämlich in dieser Zeit heraus, dass Venatoris kurz vor dem Aus stand und – für uns passender Weise – nur noch Sänger und Schlagzeuger übrig waren. Etwas vorbehalten waren wir schon, denn wir wussten, wie lange und ernsthaft die zwei schon Musik machen. Wir haben sie eingeladen und sind sofort warm geworden. Um uns geschehen war es dann, als die zwei zur ersten Bandprobe – lediglich fünf (!!!) Tage nach dem ersten Treffen schon drei unserer Songs komplett nahezu perfekt drauf hatten. Da wussten wir – das wird geil!

Und nun, Oktober 2017: Metabolic is back! Mit dem Line-Up Andy, Dassi, Meltke, Balu und Hardy haben wir eine Besetzung, die menschlich wie auch musikalisch eine Einheit bildet, von der wir schon immer geträumt haben. Also kurz den Schutt von den Schultern gewischt und ab geht es! Nun ackern wir wie wilde den Terminkalender zu füllen und holen auch alles andere liegen gebliebene – u.A. die zweite Langspielplatte – so langsam nach.